Bastelecke: Demo-Rahmen #11 (Schatzkarte zur Hochzeit)

Wenn Brüder anfangen mit: „Schwesterchen, ich bräuchte da eine Hochzeitskarte…“ – dann darf ich eine Hochzeitskarte gestalten.
In diesem Fall war die Vorgabe, eine Art Schatzkarte mit den einzelnen und gemeinsamen Stationen des Brautpaares auf DinA4 zu bringen.
Wow!
Lange hat es gedauert und während ich so grübelte, entstand die Idee, dass es dieses Mal keine klassische Karte wird, sondern eine Schatzkarte, die später in einen Rahmen (mit Abstandshalter und Lichterkette) eingesetzt wird.
Die Schatzkarte wurde schließlich eine Kombination aus marmoriertem Papier, Ausdruck, Sketch Pens und Schneideplott.

Als Grundlage habe ich ein marmoriertes DinA4 großes Papier genommen.
Damit die Ränder später „wie verbrannt“ aussehen, ich aber kein Feuerzeug an das Papier halten muss, habe ich zuvor einen braunen (nicht gerade verlaufenden) Rahmen erstellt, der nach Innen verblasst. Diesen habe ich dann auf das marmorierte Papier gedruckt.
(Notiz an mich selbst: Zukünftig erst einen Testdruck machen und gucken, ob die Position mit den späteren Schnitteinstellungen passt…)

Damit der Kartenausschnitt später auch wie eine Schatzkarte aussieht, habe ich dann noch in einem Bildbearbeitungsprogramm ein auf DinA4 passendes Rechteck eingefügt und mit dem Ausschneiden-Werkzeug ungerade Kanten sowie Kerben und Einrisse eingefügt.
Dieses habe ich dann zu einer Schnittdatei umgewandelt und im Silhouette Studio (Plotter-Software) eingefügt und die Linienart auf „schneiden“ gestellt.

Auf den „Schatzkarten-Hintergrund“ habe ich anschließend meine selbst erstellte Silhouette einer Deutschlandkarte eingefügt und die Umrisse auf “skizzieren“ gesetzt.

Über die Landesskizze habe ich dann die Worte „Treasuremap of Love“ („Schatzkarte der Liebe“) in der Schriftart „Alisha“ eingefügt. Die Lücken zwischen den Außenlinien der Buchstaben habe ich mit einem inneren Offset von 0,1 mm gefüllt.
Links oben habe ich dann noch die Umrisse von einer Windrose mit den 4 Himmelsrichtungen eingefügt.

Mit kleinen Sternen habe ich dann die Geburtsorte des Brautpaares, den Ort des Kennenlernens, den Ort der ersten gemeinsamen Wohnung und den Ort der Hochzeit / zukünftigen gemeinsamen Wohnortes markiert.
Die Lokalisierung der Orte ist gar nicht so einfach, aber so grob habe ich die entsprechenden Stellen dann doch getroffen.
Damit die Sterne auch ausgefüllt werden, habe ich einfach mehrere innere Offsets von jeweils 0,1 mm erstellt, bis der Stern komplett innen gefüllt war.

Über die Sterne habe ich dann in der Schriftart „Alisha“ die jeweiligen Ortsnamen eingefügt.

Mal über und mal unter dem Ort habe ich dann Symbole für den Ort eingefügt.
Für den Geburtsort der Braut einen Mädchen-Babykopf und für den Geburtsort des Bräutigams das Pendant, den Babykopf von einem Jungen.
Über den Ort des Kennenlernens habe ich ein Herz und über den Ort der ersten gemeinsamen Wohnung die Strichzeichnung von einem Haus.
Über den Hochzeits- und zukünftigen Wohnort habe ich dann noch Eheringe eingefügt.
Jedes Symbol habe ich zuvor auf Papier getestet und mögliche Lücken zwischen den Außenlinien wie schon bei der Überschrift mit einem inneren Offset von 0,1 mm gefüllt.

Zwischen die jeweiligen Orte habe ich dann – gemäß der Reihenfolge – gestrichtelte Linien und am Ende eine Pfeilspitze eingefügt. Die Linien habe ich dabei Freihand gezeichnet und mal einen Schlenker, mal eine Kurve und in der großen Freifläche „mittig von Deutschland“ (zwischen Kennenlern-Ort und erstem gemeinsamen Wohnort) ein Herz aus den beiden Linien gebildet.

Auf die übrigen Freiflächen habe ich dann noch Symbole von Bergen, Bäumen (Wälder), Büschen (Heide) und Wellen (Meer) gemäß den örtlichen Gegebenheiten (Nordsee, Ostsee, Lüneburger Heide, Teutoburger Wald, Bayrischer Wald, Alpen, etc.) eingefügt. Die entsprechenden Elemente habe ich mir selbst erstellt.

Für jede Objektart (Stern, Text, Symbol, Linien) habe ich in der Software unterschiedliche Linienfarben verwendet und somit nach und nach mit unterschiedlichen Sketch Pens die Linien geplottet.
Für die Landessilhouette habe ich einen schwarzen Sketch Pen genommen und für die Texte sowie die Windrose einen Sketch Pen in „Glitter Schwarz (neue Farbversion)“.
Für die Sterne habe ich den äußersten Rand mit „Metallic Silber (neue Farbversion)“ und die inneren Offsets mit „Glitter Grün (ebenfalls neue Farbversion)“ zeichnen lassen.
Für die Lebensstationen-Symbole (Eheringe, Babyköpfe, etc.) habe ich einen Sketch Pen in „Metallic Kupfer (neue Farbversion)“ verwendet und für die Landschaftssymbole (Baum, Berge, etc.) wieder den Sketch Pen in „Metallic Silber (n. F.)“.
Die Verbindungslinien der Braut habe ich mit dem Sketch Pen „Standard Rot“ und die Linien des Bräutigams mit einem Sketch Pen in „Standard Blau (n. F.)“ auf das Papier gebracht.

Nachdem sämtliche Sketch-Zeichnungen auf dem Papier waren, folgte schließlich der Ausschnitt der Schatzkarte.
Wegen dem dünnen Papier habe ich zunächst außerhalb der Schneidefläche ein paar Testschnitte gemacht, bis ich die richtige Messereinstellung gefunden hatte. Ein paar Stellen sind leider doch eingerissen, sodass ich diese nachträglich noch mit einem scharfen Messer korrigieren musste.

Da die Schatzkarte für einen gewissen 3D-Effekt mit Abstandsklebepunkten in den Rahmen geklebt werden soll und das 100 g-Papier dafür zu dünn ist, habe ich die Schatzkarten-Umrisse noch einmal aus braunem Tonkarton geplottet und beides aufeinander geklebt und die Rückseite mit Abstandsklebepunkten versehen. Die nachträglichen Korrekturen an der beschrifteten Karte habe ich auch auf den Tonkarton übertragen, damit wieder alles einheitlich ist.

So ist die Schatzkarte dann in einem gepolsterten Umschlag auf Reisen gegangen.
An ihrem Zielort wurde die Karte dann in den Bilderrahmen geklebt und der Rahmen im inneren mit einer Lichterkette versehen.
Damit das Batteriefach der Lichterkette individuell am Rahmen befestigt werden kann, hatte ich noch ein kleines Tütchen Klett-Klebepunkte beigefügt, welches schließlich auf der Rückseite des Rahmens befestigt wurde – so kann das Brautpaar das Batteriefach je nach Aufhänge- oder Aufstellort am Rahmen fixieren bzw. verstecken.
Auf die Rahmenrückseite wurde dann von meiner Schwägerin noch ein Ausdruck mit den persönlichen Glückwünschen (in Gedichtform) für das Brautpaar aufgeklebt.

Auch wenn ich nur einen Teil zu dem Rahmen beigetragen habe, finde ich das Ergebnis richtig toll!


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